Hintergründe
zum Thema der 14. Fuhlsbüttler Filmtage
2006

 

"Spanien im Herzen"
Spanischer Krieg 1936
1939

No Pasaran! Vor 70 Jahren ging dieser Ausruf um die Welt. 1936 hatten reaktionäre Offiziere versucht, mit einem Militärputsch die fortschrittliche Regierung der Spanischen Republik zu stürzen. Mit der Losung „No pasaran!“ verhinderten zunächst die schlecht bewaffneten und wenig organisierten spanischen Arbeiter und Bauern mit Hilfe einiger loyaler Truppenteile den Vormarsch der Putschisten. Eine Welle der Solidarität mit dem spanischen Volk ließ 45.000 Freiwillige aus allen Teilen der Welt, vor allem auch Emigranten aus den faschistischen europäischen Staaten, zu den Internationalen Brigaden gehen, um die spanische Republik zu retten und um bewaffneten Widerstand gegen die Intervention von Deutschland und Italien zu leisten. Zu ihnen gehörte der Hamburger Arbeiterschriftsteller Willi Bredel, der 1937/38 in der 11. internationalen Brigade für Spaniens Freiheit kämpfte.

Nur die massive logistische und militärische Unterstützung durch Nazi-Deutschland, Italien und Portugal mit insgesamt etwa 150.000 Soldaten verhalf schließlich dem
Franco-Regime zum Sieg. Frankreich und Großbritannien unterbanden mit ihrer „Nichteinmischungspolitik“ Waffen- und Hilfslieferungen für die Republik. Der Vatikan erkannte bereits im August 1937 Francos Gegenregierung in Burgos an. Lediglich die Sowjetunion und Mexiko lieferten Waffen in geringem Umfang.



Bild: Interbrigadisten in Spanien, Frühjahr 1938. In der 2. Reihe mit Baskenmütze der Hamburger Schriftsteller Willi Bredel. 


Während die Weltöffentlichkeit Japans Überfall 1931 und 1937 auf China sowie die brutale Besetzung Abessiniens (Äthiopien) durch Italien 1935 noch als koloniale Eroberungen ansah, war zumindest der internationalen Arbeiterbewegung bewusst, dass ein Sieg der Faschisten in Spanien weiteren Aggressionsplänen Tür und Tor öffnen würde: Im April 1939 ergaben sich die letzten republikanischen Truppen in Spanien, im September 1939 begann der 2. Weltkrieg.

Und heute? Erst allmählich beginnt in Spanien die Aufarbeitung des Krieges 1936–1939 und des Franco-Regimes, das bis zu Francos Tod 1975 dauerte. So wird zur Zeit in Spanien eine erbitterte Debatte über ein „Wiedergutmachungs-Gesetz“ für die Opfer des Bürgerkrieges und der Franco-Zeit geführt.

Die 14. Fuhlsbüttler Filmtage wollen über zwei Abende an den Kampf der Internationalen Brigaden vor 70 Jahren erinnern.



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14. Fuhlsbüttler Filmtage

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Veranstaltungsort:
Grüner Saal
Im Grünen Grunde 1
22337 Hamburg
Anfahrt
direkt am U-/S-Bahnhof Ohlsdorf
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