Home Zwangsarbeit Termine Willi Bredel Publikationen Rundbriefe
Werkstatt
Ausgewählte Projekte und Themen

 

15. Mai 2021 
KIEK MOL 2021 
Aufgrund der Covid-19-Pandemie erscheint das KIEK MOL 2021 dieses Mal im Wesentlichen ohne Rundgangstermine, sondern enthält hauptsächlich kurze Selbstdarstellungen der jeweiligen Geschichtswerkstätten sowie deren Kontaktdaten mit der Bitte sich über die aktuellen Termine digital zu informieren.
Kiek Mol 2021
 

24. März 2021
Bredel aktuell
Der neue Rundbrief ist da!
Bestellungen an willi-bredel-gesellschaft@t-online.de
broschiert, 68 S., zahlreiche s/w-Fotos, Preis 2,50 €




12. Dezember 2020
Bredel aktuell
Als Ersatz für die ausgefallenen Filmtage und die Heine-Lesung und damit die Mitglieder und Freunde unserer Geschichtswerkstatt sich – wenn auch im kleineren Kreis – vor dem Jahresende noch einmal treffen und austauschen, hatten wir für Anfang Dezember eine exklusive Führung durch die Ausstellung „GRENZENLOS“ im Museum der Arbeit geplant, die Kolonialismus, Industrie und Widerstand thematisiert.
Der „Lockdown light“, der sich nun ja leider sogar als noch nicht einmal ausreichend erweist, hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Museen mussten schließen. Offiziell soll diese Ausstellung zwar nur bis zum 11. April 2021 laufen, aber in einem persönlichen Gespräch mit dem Kurator wurde uns verraten, dass es eine Planung gibt, die Ausstellung bis Juni 2021 zu verlängern. Insofern bleiben wir optimistisch, Euch zu einem späteren Zeitpunkt mit der Führung erfreuen zu können.
Einen kleinen Eindruck könnt Ihr aber hier schon bekommen:
https://www.youtube.com/watch?v=Mo1BVGStHRg&feature=emb_title
Das „Bookazine“, eine Mischung aus Ausstellungskatalog und Magazin mit ergänzenden Essays, Gedichten und Abbildungen zu Kolonialismus und Rassismus liegt seit September im Bredelbüro zur Einsicht aus.

Die letzte Veranstaltung des Jahres 2020 war somit die Führung
"Zwangsarbeit im Kettenwerk und in der Messap" am Sonntag, den 18. Oktober 2020, zu dem 35 interessierte Menschen nach Langenhorn kamen.

Am 24. November waren die beiden Vorsitzenden auf
Einladung der stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport, Isabel Permien von Bündnis 90/Die Grünen, in eben diesen Ausschuss zu Gast, um die Willi-Bredel-Gesellschaft dort vorzustellen. Wir konnten diese Gelegenheit nutzen, um von der Gründung 1988 bis zu den neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Sanierung der Zwangsarbeiterbaracken zu berichten. Durch die anschließenden durchweg positiven Statements aller Fraktionen zu unserer Arbeit sowie einigen Nachfragen, waren wir über eine halbe Stunde Thema im Ausschuss.

Die Nachfolgerin von Dorothee Martin, mit deren Unterstützung wir die Mittel für die Sanierung der Zwangsarbeiterbaracken bekommen haben, die SPD- Bürgerschaftsabgeordnete unseres Wahlkreises Clarissa Herbst, war mit ihrem Mitarbeiter Frank Leptien am 26. November im Büro der Bredelgesellschaft, um sich persönlich ein Bild von uns zu machen. Wir konnten uns für die Unterstützung bedanken, haben aber auch klar gemacht, dass wir uns weiterhin kritisch in beispielsweise die Diskussion um die Umgestaltung des Areals Strafanstalt Fuhlsbüttel sowie die Umbenennung kolonial belasteter Straßennamen in Ohlsdorf einbringen werden.
Am 5. Dezember, dem
Tag des Ehrenamtes besuchte die Grünen-Bezirksabgeordnete und Ehrenamtsbeauftragte des Bezirkes Nord Nadja Grichisch unsere Zwangsarbeiterbaracken und konnte sich von der Qualität unseres langjährigen Einsatzes für die Opfer der Zwangsarbeit vor Ort überzeugen.
Das positive Interesse der Politiker in Hamburg Nord, die sich unter Corona-Bedingungen mit uns persönlich über unsere Arbeit austauschen wollten, hat uns als Zeichen der Wertschätzung unseres Engagements besonders gefreut. Da der Haushalt der Hansestadt Hamburg aber bis Sommer 2021 nur vorläufig sein wird, ist unsere Finanzierung bis dahin nur unter Vorbehalt und möglicherweise wird der Quartiersfond gekürzt.
Corona-Pandemie und Sanierungsarbeiten führen zu folgender Entscheidung:
Die Zwangsarbeiterbaracken am Wilhelm-Raabe-Weg 23 schließen ab 1. Januar 2021
Die Sanierungsarbeiten sind im Gange: der Maler ist Fachmann für Standölfarben, die Zimmerei haben wir schon von Anfang an für die Durchführung favorisiert und die Gartenbaufirma sorgt für die einwandfreie Entwässerung, die für die nahe Umgebung der Baracken notwendig ist
.

Dazu kommt unsere Eigenleistung, wie auf dem Foto links zu sehen ist.
Aushänge an den Baracken und im Büro der WBG sowie unsere Homepage werden über die erste Öffnung in 2021 informieren.
Es scheint so, als wenn das Jahr 2021 immer noch von Corona beeinträchtigt sein wird und so haben auch wir unsere Aktivitäten nur sehr zurückhaltend geplant, was sich darin zeigt, dass wir bei keiner der Veranstaltungen zur Woche des Gedenkens als Mitveranstalter auftreten, sich aber einzelne Mitglieder nur über andere Bündnisse beteiligen.
Aber wir haben stattdessen in den wärmeren Monaten verstärkt Stadtteilrundgänge, darunter einige neue sowie länger nicht mehr durchgeführte, in Vorbereitung. Der genaue Plan wird dann im Rundbrief und auf der Homepage stehen, da die Hamburger Geschichtswerkstätten entschieden haben, das traditionelle KIEK MOL für 2021 Corona-bedingt nicht im üblichen Umfang erscheinen zu lassen.



Lesestoff wird es aber 2021 genügend geben: Die Erstellung eines Buches über die „Weltkriegsgräber“ auf dem Ohlsdorfer Friedhof ist in seiner letzten Phase, zum Stolperstein-Buchprojekt haben wir alle unsere Manuskripte abgegeben und beim „Tiedenkieker“, der wissenschaftliche "Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte“, dessen Schwerpunkt im nächsten Heft die Hamburger Geschichtswerkstätten sein werden, haben auch wir eine Arbeit zur Veröffentlichung eingereicht.
Und dann ist selbstverständlich auch unser jährlicher Rundbrief in Vorbereitung. Schwerpunkt wird der 120. Geburtstag von Willi Bredel sein. Außerdem wird er einige sehr interessante Ergebnisse biografischer Forschungen über Menschen im antifaschistischen Widerstand und zu einer fast unbekannten Seite der Fuhlsbüttler Stadtteilgeschichte enthalten.
Dieses Jahr kamen die persönlichen Kontakte und Gespräche zwischen den Mitgliedern über politische und allgemeine Themen, wie sie auf unseren Veranstaltungen „das Salz in der Suppe“ sind, schlichtweg zu kurz. Den Weg mancher Vereinigungen, sie mit digitalen Angeboten zu ersetzen, haben wir aber bewusst nicht beschritten.
Dennoch hoffen wir, dass Ihr mit der Arbeit Eurer Geschichtswerkstatt zufrieden seid und möchten Euch hiermit ganz herzlich für die Treue danken!
.



19. September 2020
Bredel aktuell
Der „Tag des offenen Denkmals“ liegt hinter uns und wir haben am 13. September in drei Stunden etwa 50 Besucher durch die Ausstellungen unserer Zwangsarbeiterbaracken führen können. Zwei Pavillons im Freien (Foto) und maximal fünf Gäste in den Segmenten, haben einen reibungslosen Ablauf
garantiert, wobei wir einen regen Bücherverkauf verzeichnen konnten.

Am „Tag der Geschichtswerkstätten“, Sonntag, den 27. September 2020 wird die Baracke noch einmal für Interessierte geöffnet sein, danach beginnen die aufwendigen Sanie-rungsarbeiten, über deren Verlauf wir Euch informieren werden. Vorübergehende Schließungen der Baracken werden wir auf unserer Homepage und in den lokalen Zeitungen mitteilen.
Für die zweite Hälfte dieses Jahres hatten wir zwei Höhepunkte für Euch geplant, die im größeren Rahmen im Gemeindesaal der St.-Marien-Kirche, Am Hasenberge stattfinden sollten:
Am 5. und 6. November 2020 hätten wir gerne Verfilmungen nach Werken von Max von der Grün im Rahmen der FUHLSBÜTTLER FILMTAGE gezeigt. Aufgrund unserer guten Beziehungen zu „Studio Hamburg Enterprises“, die die Vorführung der Bredel-Verfilmungen letztes Jahr in so hervorragender Qualität möglich machten, wollten wir dieses Jahr u.a. „Irrlicht und Feuer“ aus derselben DDR-TV-Archiv-Reihe zeigen. Auch dieser Klassiker von 1966 wurde digital restauriert.
Nach längeren Verhandlungen mit dem Gemeindebüro St. Marien haben wir leider ent-scheiden müssen, dieses Jahr keine Filmtage durchzuführen. Zusätzlich zu den vom Ham-burger Senat erlassenen Corona-Bestimmungen gelten für den Gemeindesaal die Regelun-gen des Kirchenkreises Nord, die nicht nur einen Abstand von 1,50 Metern, sondern sogar zwei Meter vorschreiben. Das bedeutet, dass im Gemeindesaal nur maximal 13 Personen an einer Veranstaltung teilnehmen dürfen. Organisatorisch (und ökonomisch) würde sich der hohe Aufwand also weder lohnen, noch würdet Ihr damit zufrieden sein können, dass nur ein Bruchteil der interessieren Menschen überhaupt teilnehmen könnten.



Dieselbe Problematik hindert uns leider auch, die zweite Veranstaltung durchzuführen, die wir einen Monat später geplant hatten: die Heine-Revue mit Rolf Becker.
Den bekannten Schauspieler und stilsicheren Rezitator Rolf Becker, der Willi Bredel genauso beeindruckend vortragen kann wie das Kommunistische Manifest, hätten wir nach seiner Bredel-Lesung in unserem Informationszentrum Zwangsarbeit 2014 (Foto), gern ein zweites Mal als Gast bei uns in Fuhlsbüttel begrüßt.
Vereinsintern müssen wir Euch außerdem mitteilen, dass auch aus den Gründen der unzureichenden Räumlichkeiten, die Jahresmitgliederhauptversammlung dieses Jahr ausfallen muss. Bei über hundert Mitgliedern, die sehr oft nicht digital für z.B. eine Skype- oder Zoom-Konferenz versiert sind, wäre es ungerecht, auch hier nur die o.g. kleine Zahl an Teilnehmern zuzulassen. Wir haben dabei die Versicherung vom Bezirksamt Nord und vom Amtsgericht eingeholt, dass unser Verfahren keine Verstöße beinhaltet und von beiden Stellen akzeptiert wird.
Wir sind zuversichtlich, alles im Jahr 2021 nachholen zu können.


Erfreulich wiederum gestaltet sich der Verkauf unserer neuesten Publikation „Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie – Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap“ des Architekten und Stadtplaners Michael Holtmann. Dank den Presseberichten u.a. im Hamburger Wochenblatt, dem Hamburger Abendblatt und der TAZ können wir laufend Bestellungen bearbeiten. Auch im örtlichen Buchhandel verkauft sich die Broschüre sehr gut.

Parallel dazu sind wir an der Erstellung eines Buches über die „Weltkriegsgräber“ auf dem Ohlsdorfer Friedhof „Weltkriegsgräber“ auf dem Ohlsdorfer Friedhof beteiligt und die Autorinnen und Autoren, die als Mitglieder der Bredelgesellschaft am Stolperstein-Buchprojekt beteiligt sind, legen grade letzte Hand an ihre jeweiligen Biografien von Opfern des Faschismus, für die in unseren Stadtteilen Stolpersteine verlegt wurden. Diese Publikationen werden in der ersten Hälfte 2021 erscheinen.

Eine wichtige Information am Schluss: Um den Volkstrauertag 2020 herum wird von der Willi-Bredel-Gesellschaft keine Veranstaltung auf dem Ohlsdorfer Friedhof stattfinden.



10. Juni 2020
Bredel aktuell
In diesen Corona-Zeiten konnten wir gezwungenermaßen unsere Aktivitäten nicht in gewohntem Umfang aufrechterhalten, d.h. die Baracken-Öffnungszeiten im April und Mai sowie Rundgänge auf dem Ohlsdorfer Friedhof mussten leider ausfallen. Auch hatten wir statt der üblichen Vorstandssitzungen nur einen digitalen Austausch und Zweiersitzungen zu aktuellen Anlässen.


Seit Mitte Mai ist aber unser Büro und Archiv wieder geöffnet und kann unter Wahrung der nun üblichen Hygieneregelungen besucht werden. Auch während des Lockdown hatten wir das Büro für telefonische Auskünfte sowie Verkauf des neuen Rundbriefs vor der Tür besetzt gehalten.

Der Rundbrief 2020
Rundbrief 2020 konnte glücklicherweise trotz der plötzlichen Einschränkungen gedruckt werden und durch aktiven Einsatz durch ein kleines, aktives Team pünktlich versandt werden. Auch an den Verkaufsstellen im Stadtteil läuft der Verkauf sehr gut. An den positiven Kommentaren nicht weniger Leser haben wir mit Freude feststellen können, dass er aufgrund der besonderen Zeiten vielleicht sogar intensiver gelesen wurde, als sonst.
In Kürze wird er auch, wie jedes Jahr, auf unserer Homepage zur Verfügung gestellt. Link


Führungen durch die Ausstellungen in den Zwangsarbeiterbaracken am Wilhelm-Raabe-Weg 23 finden wieder statt. Zurzeit ist die fachlich-baurechtliche Prüfung durch die Behörde abgeschlossen, und wir erhalten demnächst die Bewilligung der bereit gestellten Gelder aus dem Quartiersfond, damit die Sanierung der Baracken beginnen kann. In Absprache mit Denkmalschutzamt, Bezirk Nord und Handwerksfirma werden wir sehen, wie weit in diesem Jahr Öffnungen möglich bleiben. Wir sind froh, nach einer langen Periode des Wartens auf das Gutachten und dem nahenden Ende der Prüfung durch die Behörde, loslegen zu können. Aber nicht nur die Finanzierung der Instandhaltungsarbeiten, sondern auch die Anerkennung der wichtigen Arbeit unserer Geschichtswerkstatt über Fuhlsbüttel hinaus hat uns in der Arbeitsgruppe Zwangsarbeit und im Vorstand sehr gefreut. Es bestätigt unseren engagierten Einsatz seitdem wir im Jahre 1998 die Baracken vor dem Abriss retten konnten. Link




Zwei unserer Mitglieder haben unabhängig von uns wichtige und interessante Publikationen herausgebracht, auf die wir gerne hinweisen wollen: In der Buchreihe "Stolpersteine in Hamburg – biographische Forschungen" hat Margot Löhr für "DIE VERGESSENEN KINDER VON ZWANGSARBEITERINNEN IN HAMBURG" ein zweibändiges Werk erarbeitet mit 418 Biographien von Kindern von Zwangsarbeiterinnen, die in Hamburger Lagern oder Krankenhäusern geboren wurden und hier verstorben sind. Die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Lagern bewirkten, dass das Leben der Neugeborenen oft nur wenige Tage, Wochen oder Monaten währte. Für 49 dieser Kinder sind bereits Stolpersteine verlegt, weitere werden folgen. Mit dem Buch setzt Margot Löhr den jüngsten Opfern des Nationalsozialismus, den schutzlosen Kindern, ein Denkmal. Das Werk kann in unserem Büro eingesehen werden.
Im Jahr 2009 wurde am Olendörp in Fuhlsbüttel ein Stolperstein für den im KZ Sachsenhausen ermordeten Sozialdemokraten Ludwig Wellhausen verlegt. Seine Enkelin Beate Wellhausen hat nun das Buch über sein Leben, Wirken und Leiden in der zweiten erweiterten Auflage heraus gegeben. Der mit historischen Fotos und Dokumenten reich illustrierte Band enthält eine vor ihr verfasste Biografie und einen Vortrag von Dr. Holger Martens, dem Vorsitzenden der historischen Kommission der SPD Hamburg, den er anlässlich der Verlegung eines weiteren Stolpersteins für Wellhausen vor dem Hamburger Kurt-Schumacher-Haus gehalten hatte. Wer Beates Recherchen zum Leben ihres Großvaters kombiniert mit einer spannenden Kriminalgeschichte lesen möchte, dem sei ihr Roman „Schatten flüstern!“ empfohlen. Beide Bücher – käuflich bei der Bredelgesellschaft zu erwerben! sind in der "Edition Alster" von Lorenz Obenhaupt erschienen, einem kleinen aber feinen Medien-Service in unserem Stadtteil, der dieses Jahr auch unseren Rundbrief produziert hat.

Zwei Highlights werfen schon ihre Schatten voraus: Die legendären Fuhlsbüttler Filmtage und gegen Jahresende eine Rezitation mit Gedichten und Prosa eines Hamburger Dichters, über den Willi Bredel einmal schrieb: Sie wollen ihn nicht…



29. September 2019
Tag der Geschichtswerkstätten
10 Uhr   Radtour über den Friedhof Ohlsdorf, siehe Termine

14-17 Uhr   Öffnung der Zwangsarbeiterbaracken siehe Flyer


15 Uhr   Vortrag der "Initiative Dessauer Ufer": Die Unterbringung von Zwangsarbeiterinnen im Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Flyer
Im August 1944 wurden 500 als Jüdinnen verfolgte Frauen aus dem Ghetto Lodsch über Auschwitz nach Hamburg transportiert und, neben anderen Häftlingsgruppen wie weiteren KZ-Häftlingen, Italienischen Militärinternierten sowie sowjetischen Kriegsgefangenen, zunächst im Lagerhaus G am Dessauer Ufer auf dem Kleinen Grasbrook untergebracht, einem Außenlager des KZ-Neuengamme. 300 von ihnen wurden von der Firma Kowahl & Bruns als Zwangsarbeiterinnen ausgebeutet. Das ab 1903 errichtete Lagerhaus existiert noch heute. Die Initiative Dessauer Ufer kämpft darum, dieses historische Gebäude zu erhalten und dort ein angemessenes Gedenken zu ermöglichen. Die Initiative gibt einen Überblick über die Geschichte des KZ-Außenlagers am Dessauer Ufer und stellt ihre Aktivitäten und Ziele vor.
Treff: Infozentrum Zwangsarbeit, Wilhelm-Raabe-Weg 23, Hamburg

16. August 2019
Anzeige in der "jungen Welt"


14. Juni 2019
Wolfgang Kopitzsch bei der Enthüllung der Zwangsarbeiterstele
Am 14. Juni 2019 haben wir in Gegenwart von Wolfgang Kopitzsch, ehemaliger Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord, die sanierte Zwangsarbeiterstele am Ochsenzoll enthüllt. Der Gedenkort zur Erinnerung an die 6000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in der Munitionsfabrik "Hanseatisches Kettenwerk" im Einsatz waren, war im Jahr 2008 auf dem Gelände des heutigen Firmenparks Essener Bogen in Langenhorn der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Stätte wurde auf Initiative der Willi-Bredel-Gesellschaft in den letzten Wochen gartenpflegerisch umgestaltet, von zahlreichen Spuren des Vandalismus befreit und um einen Flyerspender und einen Mülleimer ergänzt. Hier die auf Video festgehaltene Rede von Wolfgang Kopitzsch (Video René Buschmann)

Frühjahr 2019
Neue Publikationen der Willi-Bredel-Gesellschaft

Alle Titel sind in den Vereinsräumen der Willi-Bredel-Gesellschaft erhältlich




Juli 2018
Hamburg Kolonial – Woermannsweg
In den letzten Monaten ist das Thema “Hamburg und die Kolonialzeit” bis ins Rathaus vorgedrungen – neben anderen Medien berichtete auch das Hamburger Wochenblatt vom 18.4.2018 darüber.   
Seit dem 18. Juni und noch bis zum 13. Juli 2018 ist in der Diele des Hamburger Rathauses die Ausstellung “Unser Afrika” des Fotografen Marc Erwin Babej zu sehen. Babej versucht sich mit der deutschen Kolonialvergangenheit auf “provokative” Weise auseinander zu setzen. Die Künstlerin Hannimari Jokinen vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, mit der die Willi-Bredel-Gesellschaft zur Umbenennung des Woermannswegs kooperiert, sieht seine Arbeiten sehr kritisch. Bitte lesen Sie ihre ausführlich Kritik “Model vor düsterer Landschaft” auf der Homepage von “Afrika Hamburg” in der auch die unrühmliche Rolle Adolph Woermanns benannt wird: afrika-hamburg.de/afrikababej.html


Model vor düsterer Landschaft

Ob Super-GAU oder Kriegsverbrechen, mit schönen Frauen
und großer Geste inszeniert Marc Erwin Babej seine Fotografien
vor schicksalhafter Kulisse. In seiner Ausstellung Unser Afrika
im Hamburger Rathaus zeigt er nun Bilder von den Orten des
Genozids an den OvaHerero und Nama. Seine Darstellerinnen
platziert er als soldatische "Täterinnen" im Gelände.
Die Opfer und ihr Widerstand bleiben ausgeblendet.


Frühjahr 2018
Neue Publikationen der Willi-Bredel-Gesellschaft

Alle Titel sind im Büro der Willi-Bredel-Gesellschaft erhältlich

Frühjahr 2018
Konsum statt Gedenken? Niemals!
Das Stadthaus braucht einen angemessenen Ort der Erinnerung an den Widerstand und die Verfolgung in Hamburg. Flyer
Siehe http://www.foerderkreis-stadthaus.de


Oktober / November 2017
Ausstellung "Große Solidarität im Kleinen. Internationale Postkarten gegen Faschismus, Kriegsgefahr und Kapital 1919-1939"
Die Ausstellung in der Galerie Morgenland ist eine Kooperation der Willi-Bredel-Gesellschaft mit der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel. Einen Einblick in die Ausstellung, die am 4.10.2017 eröffnet wurde, bekommt Ihr bei Tide TV 3 min


19.-20. Mai 2017
7. Antifaschistische Hafentage


Foto: Rien Dijkstra, Niederlande

Bildreportage von Jürgen Steidinger (Hamburg), Arbeiterfotografie
Redebeitrag von Thomas Steinberg (Naturfreunde Hamburg) beim Demoauftakt am 20. Mai 2017
 
13. Mai 2017
Neues Büro der Willi-Bredel-Gesellschaft eröffnet

Ort: Kinoblock Fuhlsbüttel, Ratsmühlendamm 24, 22335 Hamburg

facebook.com/bredelgesellschaft
 
Seit Oktober 2016
Willi-Bredel-Gesellschaft wehrt sich gegen Kündigung durch Bäderland
 
Mitgliederinformation
vom 12.1.2017
Presseinformation vom 15.12.2016
Presseinformation   vom 7.12.2016
Presseinformation vom 24.10.2016
Die musikalischen Beiträge zur Kundgebung am 25. Oktober 2016:
Uwe Levien  5min
Benno Finkelmeyer  5min
Beides auch bei
facebook.com/bredelgesellschaft


 
23. Juni 2016
Kooperatio
n mit dem "Arbeitskreis Hamburg postkolonial"  
Warum der Woermannsweg in Manga-Bell-Weg umbenannt werden sollte
              
Von links nach rechts: Bild 1: Veranstaltung Woermannsweg / Ecke Am Hasenberge; Bild 2: Holger Tilicki führt durch die Veranstaltung; Bild 3: Lesung mit der Lyrikerin Elaine Thomas; Bild 4: Einführung in die Geschichte Fuhlsbüttels von Klaus Struck; Bild 5: Millicent Adjei informiert über Emily Manga Bell und den antikolonialen Widerstand in Kamerun; Bild 6: Symbolische Straßenumbenennung; (alle Fotos: Niloc)

Die Bredel-Gesellschaft führte gemeinsam mit dem "Arbeitskreis Hamburg postkolonial" am 23. Juni 2016 eine Informations-Veranstaltung (Flugblatt) durch, bei der wir die Frage stellten, was eine Dekolonisierung des Hamburger Stadtraumes für den Stadtteil Ohlsdorf bedeuten würde.

Seit über zehn Jahren beschäftigt sich die Bredel-Gesellschaft an Hand der Ohlsdorfer Straßennamen Woermannsweg und Justus-Strandes-Weg mit der von Hamburger Kaufleuten geprägten deutschen Kolonialgeschichte. Rundbriefartikel von 2003 und 2005 sowie die 12. Fuhlsbüttler Filmtage 2004 zeugen davon. 
Angeregt durch die Ausstellung „freedom roads! koloniale straßennamen • postkoloniale erinnerungskultur“ griffen wir 2014 im Rundbrief (dem Jahresheft der WBG) das Thema wieder auf und beobachten seither kritisch die Erarbeitung des im selben Jahr vom Hamburger Senat beschlossenen stadtweiten postkolonialen Erinnerungskonzeptes. Zu diesem Zweck besitzt die ehemalige Kolonialmetropole neuerdings die Forschungsstelle "Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung".
Näheres darüber und Hafenrundfahrten und Stadtteilrundgänge zu Kolonialismus, Migration und Globalisierung finden Sie hier.
 
August 2015
Umbenennung der Kriegerehrenallee auf dem Friedhof Ohlsdorf
Seit Beginn des "Ohlsdorfer Friedensfestes 2015" hat die Willi-Bredel-Gesellschaft Namensvorschläge für die umzubenennende Kriegerehrenallee gesammelt. Diese Straße liegt auf dem "weltgrößten Parkfriedhof" in Hamburg-Ohlsdorf. 29 Ideen gingen bis zum 20. August 2015 ein. An diesem Tag wurden im "Grünen Saal" zwei Namensfavoriten ausgewählt und am Folgetag der Friedhofsverwaltung übermittelt: Weltkriege-Mahnweg sowie Weg der Deserteure. Beide basieren auf dem Umstand, dass die Straße am Gräberfeld für die toten deutschen Soldaten beider Weltkriege vorbeiführt und dass dort mehr als 70 hingerichtete Wehrmachtsdeserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz beigesetzt sind. Die Friedhofsverwaltung wird bis Jahresende in Zusammenarbeit mit der Behörde für Energie und Umwelt über den neuen Namen befinden. 
Liste der 29 Namensvorschläge PDF
Hamburger Abendblatt 24.6.2015
PDF
Preußische Allgemeine 18.7.2015
PDF
Hamburger Abendblatt 25.8.2015
PDF

 

November 2014
Gedenkbuch für Gräberfeld sowjetischer Kriegsgefangener
auf dem Friedhof Ohlsdorf

Nach der kürzlich von Cilly Keller erfolgten fotografischen Erfassung aller 384 Gräber auf dem Gräberfeld für "sowjetisch-russische Kriegsopfer" in Ohlsdorf hat die Willi-Bredel-Gesellschaft alle lesbaren 274 Namen der Grabsteine aufgelistet und in einem Gedenkbuch zusammengefasst. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Lebensdaten ergänzt werden. 
Die in Hamburg gegründete "Initiative MIR" hat in einem Schreiben an die Friedhofsverwaltung gebeten, das Feld "Gräber sowjetisch-russischer Kriegsopfer" umzubenennen in "Ehrenfeld der Roten Armee" oder "Ehrenfeld sowjetischer Kriegsgefangener".  

Die auf dem Friedhof Ohlsdorf noch immer geübte Praxis, die Gräber der Opfer und Täter des Nationalsozialismus unter der bewusst unscharfen Bezeichnung "Kriegsopfer" gleichermaßen zu deklarieren, - also ohne jede Differenzierung -, hatte zur Folge, dass selbst die friedhofseigene deutschsprachige Ausschilderung "Gräber sowjetisch-russischer Kriegsopfer" nicht mit der auf dem selben Schild genannten russischen Bezeichnung übereinstimmt. Denn diese heißt zu deutsch "Gräber sowjetischer Kriegsgefangener", was den Tatsachen weit mehr entspricht als die deutsche Aufschrift. Denn zum einen haben keineswegs nur Russen in der Roten Armee gedient, zum anderen handelte es sich bei den hier beigesetzten Soldaten um sowjetische Kriegsgefangene, die in norddeutschen Kriegsgefangenenlagern ("Stalag") 1941 bis 1945 mangels Nahrung, medizinischer Versorgung und Kleidung zu Zehntausenden umgekommenen sind.

Das Gedenkbuch
PDF

 


27. Juli 2014 
Ursula Suhling stellte neues Buch vor.
999er Strafsoldaten


Ursula Suhling bei der Lesung am 27. Juli beim Ohlsdorfer Friedensfest. Fotos (2) M. Poeschel
Im  Rahmen des "Ohlsdorfer Friedensfestes" 2014 las die Autorin Ursula Suhling aus ihrem Buch "999er Strafsoldaten – deportiert vom Hannoverschen Bahnhof. Hamburger Antifaschisten in Wehrmachts-Uniform", das kürzlich im VSA-Verlag Hamburg erschienen ist. Ihr Vater Carl Suhling gehörte zu den Hamburger Kommunisten, die in eine Strafeinheit der 999er gepresst worden sind und nicht zurückkehrten. Passend zum Thema hatte Ursula Suhling eine Tafelausstellung der DRAFD-Organisation über die Geschichte der 999er aus Berlin beschafft und hier ausgestellt. 
Das Buch ist bestellbar beim VSA-Verlag Hamburg; es kostet 8 €

 

8. September 2013
Denkmaltag: 
Enthüllung des Ehrengrabs für einen Kommunisten

Flugblatt | Auch dieses Jahr führte Ursula Suhling zum Denkmaltag auf dem "Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung" (Friedhof Ohlsdorf, unweit der Ausfahrt nach Bramfeld) in die Geschichte des Gräberfeldes ein. 27 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um dieses abgelegene Gräberfeld mit "Liegerecht auf Friedhofsdauer" aufzusuchen. Nach dieser fundierten Einführung sang Uwe Levien aus Langenhorn aus aktuellem Anlass zur Gitarre Antikriegslieder. Bevor dann das neu angelegte Ehrengrab für den Kommunisten Carl Ziemssen enthüllt werden konnte, stellte René Senenko (wie Ursula Suhling Mitglied der Willi-Bredel-Gesellschaft) das Lebensbild dieses aufrechten Mannes vor. Der Widerstandskämpfer war 1942 nach etlichen Zuchthaus-, Gefängnis- und KZ-Aufenthalten im schlesischen KZ Groß Rosen umgekommen. Da er kein Grab gefunden hat, hatte sein Sohn Edgar vor einem Jahr ein Ehrengrab hier auf dem Gräberfeld beantragt. Heute nun konnte der Sohn die fertig gestellte Grabplatte einweihen, ein für ihn sehr bewegender Moment; er schämte sich der Tränen nicht. Alle Gäste erwiesen dem Toten mit einer Nelke ihren Respekt. Uwe Levien und René Buschmann begleiteten diese Ehrung mit Liedern, die Mut machten. - Fotos nko

Extraseite vom Denkmaltag im Jahr zuvor, als am gleichen Ort der Gedenkstein für den Kunststudenten und Wehrkraftzersetzer Kurt Elvers eingeweiht worden war. 

 

Mai und Juni 2013
Aktivitäten der Willi-Bredel-Gesellschaft

Photo Review

 

linkes Bild: Das vom "Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal" parallel zum evangelischen Kirchentag durchgeführte Klotzfest war mit seinem 4-tägigem Programm ein großer Erfolg des Bündnisses. Die Bredels beteiligten sich aktiv daran. Rechtes Bild: Gemeinsam mit Freunden tilgten die Bredels am 6. Mai symbolisch den Namenspatron aus der Hindenburgstraße, hier am Stadtpark. Der Verein setzt sich dafür ein, dass die Straße insgesamt umbenannt wird, nicht nur stückweise. 

     
linkes Bild: Die Bredels über Himmelfahrt auf Exkursion in der Uckermark (hier während der Stadtbesichtigung in Prenzlau). Rechtes Foto: Die sog. Wagner-Kate in Klein Borstel, das letzte Denkmal bäuerlichen Lebens im Stadtteil wird vollständig abgetragen. Die Bredels, die das seit fast zehn Jahren laufende Gerangel um den Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles kritisch verfolgen, bringen den Fall am 1. Juni erneut an die Presse. Der Investor verspricht, die Kate wieder aufzubauen.

  
linkes Bild:
Über 80 Gäste aus mehreren europäischen Ländern, die am 3. Antifaschistischen Hafentag in Hamburg teilnahmen, waren am 2. Juni zu Gast bei den Bredels im Grünen Saal in Ohlsdorf. Rechtes Foto: Sven Bardua leitete - ebenfalls am 2. Juni - eine Radtour zu Industriedenkmälern zwischen Fuhlsbüttel und Barmbek. Im Bild der historische Wasserturm des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes auf dem (zum Wohngebiet umgestalteten) Gelände des Allgemeinen Krankenhauses Barmbek. © Fotos Gesche (1), Tilicki (1), nko (4)   

 

18.-20. Mai 2012
2nd International Anti-Fascist Harbor Day in Hamburg
Photo Review

           

           


© Photos by Dennie, Ingrid Schiborowski, René Senenko 
  


Paper in Englisch:

A Short Review of the German Literature about the Spanish War

Hamburg. Anlässlich des 2. internationalen antifaschistischen Hafentages vom 18. bis 20. Mai 2012 hat Herbert Schneider für die aus vielen Ländern erwarteten Teilnehmer einen englischsprachigen Überblick über die deutschsprachige Literatur zum Spanienkrieg verfasst, der hier abrufbar ist: 
A Short Review of the German Literature about the Spanish War PDF (4 Seiten)

On the occasion of the 2nd international anti-fascist harbor day of 18 to 20 May 2012, Herbert Schneider write for the expected participants from many countries an English-language overview of the German-language literature written on the Spanish War, which is available here:
A Short Review of the German Literature about the Spanish War PDF (4 pp)

 
11. September 2010
«
Ein Deserteursdenkmal für Hamburg! Endlich an die Hamburger Opfer der NS-Militärjustiz erinnern!»


Die Willi-Bredel-Gesellschaft machte am 5. Juni 2010 mit einer ersten Aktion auf dem Soldatenfriedhof (Friedhof Ohlsdorf) erstmals auf die in Hamburg hingerichteten Deserteure, die sich dem verbrecherischen Krieg der faschistischen Wehrmacht verweigert oder entzogen haben, aufmerksam. Noch unterscheiden sich die Gräber dieser Soldaten nicht von denen der Gefallenen. Der Künstler Uwe Schmidt las am Mikrofon die Namen der bisher ermittelten 68 Opfer vor. Ludwig Baumann, Vorsitzender der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz, erzählte von seinem eigenen Schicksal und Elke Olsson führte die Teilnehmer zum Grab ihres Vaters Willi Dittmann. Dittmann war kurz vor Kriegsende noch wegen Fahnenflucht am Höltigbaum hingerichtet worden. Sein Grab liegt nur wenige Meter vom Gefallenendenkmal entfernt. Feuerwehr und Baumpfleger befestigten für die Dauer von zwei Wochen ein 3,50 x 5 Meter großes Transparent am Gefallenendenkmal. Darauf hat die Bredelgesellschaft die erwähnten 68 Namen verzeichnet (siehe Foto von A. Mundt).  Mehr unter Feindbeguenstigung.de
Nachfolgend ein Video von Rainer Tichy, das die Anbringung des Gedenktransparents mit den 68 Namen der auf Ohlsdorf beigesetzten Deserteure am Gefallenendenkmal auf dem Soldatenfriedhof dokumentiert